{"id":1061,"date":"2020-10-09T18:06:43","date_gmt":"2020-10-09T16:06:43","guid":{"rendered":"https:\/\/mttr.berlin\/?p=1061"},"modified":"2020-11-03T18:39:51","modified_gmt":"2020-11-03T16:39:51","slug":"office-pioneers","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/mttr-architekten.de\/en\/office-pioneers\/","title":{"rendered":"Article &#8211; Zwischenzeit : Zwischenraum"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":1060,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[28],"tags":[],"class_list":["post-1061","post","type-post","status-publish","has-post-thumbnail","hentry","category-discourse"],"grid":"{\r\n  \"colCount\": 4,\r\n  \"colGutter\": 3,\r\n  \"rowGutters\": [\r\n    2,\r\n    2\r\n  ],\r\n  \"frameMargin\": 5,\r\n  \"topFrameMargin\": 7,\r\n  \"bottomFrameMargin\": 5,\r\n  \"rowAttrs\": [\r\n    {},\r\n    {},\r\n    {}\r\n  ],\r\n  \"bgColor\": null,\r\n  \"cont\": [\r\n    {\r\n      \"type\": \"html5video\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20000_PIO_THUMBNAIL-1.jpg\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 0,\r\n      \"col\": 1,\r\n      \"colspan\": 2,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 1115,\r\n      \"autoplay\": true,\r\n      \"loop\": true,\r\n      \"mute\": true,\r\n      \"controls\": false,\r\n      \"playpauseonclick\": true,\r\n      \"playicon\": false,\r\n      \"ar\": 0.5625,\r\n      \"h\": 1080,\r\n      \"w\": 1920,\r\n      \"mp4\": \"\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20000_PIO_video_web.mp4\",\r\n      \"filename\": \"20000_PIO_video_web.mp4\",\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20000_PIO_THUMBNAIL-1.jpg\",\r\n        \"_1280\": \"\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20000_PIO_THUMBNAIL-1-1280x1280.jpg\",\r\n        \"_1024\": \"\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20000_PIO_THUMBNAIL-1-1024x1024.jpg\",\r\n        \"_768\": \"\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20000_PIO_THUMBNAIL-1-768x768.jpg\",\r\n        \"_512\": \"\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20000_PIO_THUMBNAIL-1-512x512.jpg\",\r\n        \"_265\": \"\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/20000_PIO_THUMBNAIL-1-265x265.jpg\"\r\n      },\r\n      \"imgar\": 1,\r\n      \"mp4attid\": 1180,\r\n      \"imgh\": 1400,\r\n      \"imgw\": 1400,\r\n      \"imgattid\": 1060,\r\n      \"muteDisabled\": \"disabled\",\r\n      \"controlsDisabled\": \"disabled\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p class=\\\"_Default\\\"><span class=\\\"_Default_medium\\\">Article<\/span> Zwischenzeit : Zwischenraum. B\u00fcroarbeit zwischen digital und analog.<\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">Author<\/span> Andr\u00e9 Schmidt und Joris Fach<\/p><p>\u00a0<\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">In <\/span>Office Pioneers. Ausblicke auf das B\u00fcro 2030. Visionen. Chancen. Herausforderungen.<\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">Edition\/Page <\/span>1. Edition, 2020, p. 50 - 53<\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">Publisher<\/span> Robert Nehring, Prima Vier Nehring Verlag GmbH, Berlin<\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">Layout <\/span>typegerecht berlin<\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">Print <\/span>Multiprint OOD<\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">Copyright<\/span> 2020, Prima Vier Nehring Verlag GmbH, Berlin<\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 1,\r\n      \"col\": 1,\r\n      \"colspan\": 2,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 5\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p><span class=\\\"_Default_medium\\\">Zwischenzeit : Zwischenraum<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">Hybride Arbeitsumfelder zw. digital und analog<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Wir arbeiten heute nicht nur zu Arbeitszeiten in daf\u00fcr vorgesehenen B\u00fcros, sondern mindestens genauso hart in Zwischenzeiten und Zwischenr\u00e4umen. Arbeitszeiten sind diffuser, Arbeitsorte entgrenzter als je zuvor. Wo Arbeit verrichtet wird, ist immer weniger physisch zu begreifen, allenfalls als kaleidoskopisches Abbild mehr oder minder allt\u00e4glicher Situationen, in denen Arbeit fragmentarisch verrichtet\/geleistet wird.<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Der erste Blick in die elektronischen Postf\u00e4cher findet h\u00e4ufig schon zu Hause statt. Auch der Weg zur Arbeit ist soweit optimiert, dass er echte Arbeit zul\u00e4sst \u2013 Telefonate, Lekt\u00fcre, ToDo-Listen. Vor allem in diesen Zwischenzeiten und Zwischenr\u00e4umen werden gerne alle verf\u00fcgbaren Hilfsmittel verwendet, solange sie verl\u00e4ssliche L\u00f6sungen praktischer Probleme bieten. Und diese verf\u00fcgbaren Hilfsmittel k\u00f6nnen beides sein, digital<em> und<\/em> analog.<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Wer heute im B\u00fcro arbeitet, bedient sich in der Regel der digitalen Werkzeuge des Informationszeitalters, der schier endlosen M\u00f6glichkeiten und Facetten digitaler und virtueller Welten. Allerdings setzt sich auch die Erkenntnis durch, dass das sog. <em>Alte<\/em> im B\u00fcro nicht einfach durch das sog. <em>Neue<\/em> ersetzt wird, sondern beides als Instrument und Grundlage einer immer vielf\u00e4ltiger werdenden Arbeitswelt immer erfolgreicher koexistiert. Altbekannte Werkzeuge, sowie informationstechnologische Neuerungen erg\u00e4nzen sich in vielerlei Hinsicht erstaunlich gut.<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Dies wird nirgends deutlicher als an den R\u00e4ndern der sogenannten Kernarbeitszeit mit Anwesenheitspflicht. Gerade in dieser Grauzone, weit weg vom arbeitsphysiologisch optimierten Arbeitsplatz, vermischen sich die Handwerkszeuge ungeniert. Da ist die Notiz im Telefon so viel wert wie die auf der R\u00fcckseite des Briefumschlags.<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">6.59h \u2013 7.28h <\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">Arbeitsweg \/ Mobilit\u00e4t \/ Mobiles B\u00fcro<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Arbeitsweg - das Mobiltelefon loggt ein, der elektronische Briefkasten gibt die t\u00e4gliche Post frei, die ersten Emails werden gelesen, verpasste Anrufe durchgegangen, verschlafene Kollegen mit R\u00fcckmeldungen begr\u00fc\u00dft. Die kommunikative Welle rollt schon in den Arbeitstag hinein, bevor das B\u00fcro \u00fcberhaupt in Sichtweite ist.<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Im B\u00fcro folgen Team-meetings, Telefone klingeln und vibrieren, Briefe werden ge\u00f6ffnet und gelesen, Schriftst\u00fccke unterschrieben und gescannt. Die technischen M\u00f6glichkeiten verschiedenster Endger\u00e4te mit ihren Daten-Mutterschiffen zu kommunizieren sind praktisch und werden stets einfacher und schneller. Telekommunikation findet aber heute auf sehr vielen Kan\u00e4len gleichzeitig statt. Neben Telefon, Anrufbeantworter, Fax und Brief stehen uns heute unz\u00e4hlige eMail-, Chat- und Messanger-Apps zur Verf\u00fcgung, die das B\u00fcro und damit Kunden und Kollegen allgegenw\u00e4rtig machen. Die Menge und Geschwindigkeit des Informationsflusses haben massiv zugenommen, viele Arbeitskr\u00e4fte f\u00fchlen sich damit immer h\u00e4ufiger \u00fcberfordert.<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Smarte Kommunikation ist in diesem Fall geordnete Kommunikation und zwar auf Papier, genauso wie auf dem Bildschirm. Austausch soll und kann zwar nicht insgesamt begrenzt, aber sehr wohl zeitlich eingegrenzt werden, damit vor lauter Kommunikation nicht die Arbeit selbst liegen bleibt. Die (digitalen) Kompetenzen dazu m\u00fcssen erlernt und gef\u00f6rdert, (digitale) Disziplin eingehalten werden. Gerade f\u00fcr Letzteres gibt es Hilfsmittel, und zwar nicht nur die App, die einem in Randzeiten den Zugang zum Internet versagt. Intelligente Notizhefte etwa sind sehr nah daran, den Spagat zwischen Austausch und Konzentration zu schaffen. Sie sind empf\u00e4nglich f\u00fcr schnelle oder ausf\u00fchrliche, f\u00fcr professionelle als auch pers\u00f6nliche Informationsaufnahme und k\u00f6nnen diese Informationen im Anschluss gezielt digital abrufen. Gleichzeitig \u00f6ffnen sie der sprichw\u00f6rtlichen Informationsflut nicht T\u00fcr und Tor, sondern wirken eher wie eine Informationsschleuse, die sich eben auch verschlie\u00dfen l\u00e4sst.<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">\u201cIn Zeiten verst\u00e4rkter Sensibilit\u00e4t f\u00fcr die Komplexit\u00e4t unseres Berufsalltags wird zeitgem\u00e4\u00dfe Kommunikation vor allem gepr\u00e4gt sein von gesteuerter Unerreichbarkeit.\u201c<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Im Jahr 2020 ist Kommunikation also mitnichten von dauernder Erreichbarkeit gekennzeichnet, viel bezeichnender ist die gesteuerte Unerreichbarkeit. Wer es schafft sich \u00fcber den Tag hinweg die n\u00f6tigen kommunkationsfreien Zwischenzeiten zu schaffen und Herr der eigenen Erreichbarkeit zu bleiben, schafft sich auch die n\u00f6tigen Zwischenr\u00e4ume um zu arbeiten.<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">9.19h \u2013 9.31h <\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">Informalit\u00e4t \/ Informelles B\u00fcro<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Der Weg zum eigenen Schreibtisch f\u00fchrt nicht selten an der Kaffeemaschine vorbei. Und ist arbeits\u00f6konomisch gesehen von untersch\u00e4tzter Intensit\u00e4t. Schon am Empfang und im Lift oder Korridor k\u00f6nnen - sprichw\u00f6rtlich \u2013 im Vor\u00fcbergehen gro\u00dfe Mengen an Informationen ausgetauscht werden. Mit dem Kaffee in der Hand wird die Druckerecke schnell zum improvisierten Besprechungsort, der Wasserspender zum Whiteboard, das Smartphone zur Leinwand und Video-Konferenz.<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Wenn wir im \u00dcbrigen von zeitgem\u00e4\u00dfen B\u00fcror\u00e4umen sprechen, haben wir schnell eine bunte und latent infantile B\u00fcrolandschaft vor Augen, die mehr nach Spiel- als nach Arbeitsplatz aussieht. Ganz falsch ist das nicht, denn in vielerlei Hinsicht sind die physischen R\u00e4umlichkeiten von B\u00fcros \u00fcber die Jahre wirklich bunter geworden. Wichtiger als die Farbigkeit sind aber die raumtechnischen Qualit\u00e4ten unter der Oberfl\u00e4che. Die r\u00e4umlichen Spezialisierungen stehen der fortschreitenden Digitalisierung unserer Arbeitsweisen in nichts nach. Arbeitsst\u00e4ttenrichtlinien schreiben steigende Mindestwerte f\u00fcr Akustik, Belichtung, Bel\u00fcftung und Sitzkomfort vor, die Eingabe, Steuerung und R\u00fcckmeldung der B\u00fcroraumhardware wird komplexer, bedingt entsprechende Nutzerkompetenzen, oder wird in weiten Teilen automatisiert, bis hin zum Papierkorb, der von alleine meldet, dass er voll ist und geleert werden m\u00f6chte.<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Auch der arbeitende Mensch ist anspruchsvoller geworden. Die Erwartungen an technische Grundausstattungen haben sich vielerorts so sehr erh\u00f6ht, dass immer mehr R\u00e4ume zielgerichtet ausgestattet werden m\u00fcssen. Zudem k\u00f6nnen individuelle Arbeitsweisen - bei gleicher Effizienz - sehr unterschiedlich ausfallen und bed\u00fcrfen immer h\u00e4ufiger auch personalisierbarer Angebote, die weit \u00fcber die freie Wahl des Schreibtischstuhls, der Tischh\u00f6he und des Kaktus am Fenster hinausgehen.<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Zonenkonzepte bieten in modernen B\u00fcros unterschiedliche r\u00e4umliche Rahmenbedingungen f\u00fcr Meetings, Kommunikation, konzentriertes Arbeiten, Pr\u00e4sentationen, Teamwork und vieles mehr. Wie kleine Biotope bieten diese B\u00fcrobereiche besonderen Gruppen von Mitarbeitern einen spezifischen Arbeits(lebens)raum, sowie Raum f\u00fcr die eingangs genannten und h\u00e4ufig untersch\u00e4tzten Zwischenr\u00e4ume wie die Druckerecke. Das B\u00fcro wird zum Archipel kleiner Welten und greift damit ein B\u00fcrokonzept aus den 1960er Jahren wieder auf, das damals schon die rigide Ordnung und Kontrolle in Gro\u00dfraumb\u00fcros durch strukturelle Unordnung in eine flexible Landschaft unterschiedlicher Territorien verwandelte.<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Hochger\u00fcstete Besprechungss\u00e4le werden durch g\u00e4nzlich technik-freie Zwischenr\u00e4ume verbunden. Beide R\u00e4ume sind unersetzlich, der Besprechungssaal f\u00fcr die Besprechung, der Gang davor f\u00fcr das lockere und kl\u00e4rende Gespr\u00e4ch danach. Um das Bild der bunten B\u00fcrolandschaft zu bem\u00fchen: Nicht alles braucht seine Farbe, aber alles braucht seinen (Zwischen-)Raum.<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">13.01h \u2013 14.21h <\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">Gesundheit \/ Gesundes B\u00fcro<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Als Ausdruck der Flexibilisierung unserer Arbeitsbedingungen ist die selbstbestimmte Mittagspause sicher ein pr\u00e4gnantes Beispiel. Flie\u00dfende Arbeitszeiten und Homeoffice sind sicherlich zwei weitere. Dass die vermeintlich angenehme Verschiebung vom Schreib- an den K\u00fcchentisch auch zahlreiche Nachteile hat, ist mittlerweile allerdings auch weithin bekannt. Mit dem steigenden Bewusstsein f\u00fcr k\u00f6rperliches und seelisches Wohlbefinden lautet eine m\u00f6gliche Entsprechung zur vielzitierten Lebensweisheit \u201cwork hard, play hard\u201d im Jahr 2020 eher \u201cwork well, be well\u201d. Die vieldiskutierte Work-Life-Balance wird t\u00e4glich neu kalibriert. \u00dcberstunden wollen abgebaut oder gleich vermieden werden. Jeder Einzelne hat individuelle Bed\u00fcrfnisse, pers\u00f6nliche Verpflichtungen, Rhythmen und Abl\u00e4ufe, die den B\u00fcroalltag zunehmend individualisieren. In Stein gemei\u00dfelte Arbeitszeiten nach Stechuhr sind entsprechend selten geworden und werden immer weniger akzeptiert.<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">\u201cDie schwer greifbare B\u00fcroatmosph\u00e4re wird immer bewusster und professioneller entworfen, samt aller Nischen und Zwischenr\u00e4ume\u201d<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Immer mehr Arbeitgeber gestalten daher nicht nur den physischen Arbeitsplatz selbst nach ergonomischen Gesichtspunkten, sondern auch die weichen Komponenten der Arbeitsumgebung mit zunehmendem Bedacht. Die schwer greifbare B\u00fcroatmosph\u00e4re wird immer bewusster und professioneller entworfen. Physische Ausdr\u00fccke davon sind das Caf\u00e9 (im B\u00fcro) als Zwischenraum f\u00fcr Professionelles und Privates, sowie das firmeneigene Fitness-Center. Weiterbildung der Mitarbeiter wird wortw\u00f6rtlich mit Training gleichgesetzt. Agiles Management, aber auch neue Konzepte zur internen r\u00e4umlichen B\u00fcroorganisation dienen dem Zweck Mitarbeiter zu motivieren. Man f\u00fchlt sich offensichtlich wohl in der Zwischenzone zwischen Arbeitsplatz und trautem Heim. Nicht private, aber immer privatere R\u00e4ume lassen Arbeit daher weniger nach Arbeit aussehen, denn wer sich wohlf\u00fchlt, arbeitet besser.<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">17.43h \u2013 18.02h <\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">Organisation \/ Organisiertes B\u00fcro<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Organisation - Am Ende des Arbeitstages, \u00dcbersicht herzustellen und Informationen zu b\u00fcndeln ist das, was h\u00e4ufig liegen bleibt. Dies gilt gleicherma\u00dfen f\u00fcr die analoge, wie digitale Ordnung. Tats\u00e4chlich sind bereits viele allt\u00e4gliche Arbeitsprozesse in die Datenwolken hinein verlegt worden, wo sie sich \u2013 vermeintlich \u2013 von alleine ordnen. Nachdem digitale Smartness euphorisch begr\u00fc\u00dft wurde, zeigt sich inzwischen aber, dass analoge Prozesse und Produkte oft gar nicht so schlecht waren. Es gibt zudem ein verst\u00e4rktes Bewusstsein f\u00fcr die Komplexit\u00e4t unseres Berufsalltags sowie das bewusste Bestreben sich trotz Informationsflut \u00dcbersicht zu verschaffen und auf das Wesentliche konzentrieren zu k\u00f6nnen. Hier k\u00f6nnen digitale L\u00f6sungen hilfreich, mitunter aber auch hinderlich sein.<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Und wenn schon die eigentliche Ordnung liegen bleiben muss, weil man im Geiste das B\u00fcro schon l\u00e4ngst verlassen hat, ist es h\u00e4ufig eine strukturierende Erinnerung oder Notiz, die uns den Wiedereinstieg in die Arbeit erleichtert. Verschiedene digitale Dateiformate zu b\u00fcndeln oder \u00fcberschaubar zu machen kann sich beispielsweise als sehr umst\u00e4ndlich erweisen. Dagegen steht die B\u00fcroklammer sinnbildlich f\u00fcr eine analoge Musterl\u00f6sung. Lose Bl\u00e4tter werden von ihr problemlos zusammengefasst, selbst wenn sie aus verschiedensten Quellen stammen. Mit der Dicke des Stapels, der Qualit\u00e4t des Papiers, der Dokumentformate und -farben ist auch der sekund\u00e4re Informationsgehalt der Sammlung auf einen Blick ersichtlich. Die Reihenfolge des B\u00fcndels ist mit wenigen Handgriffen ver\u00e4nder- oder erweiterbar. All das schafft \u00dcbersicht.<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Dieser direkte, taktile Umgang mit Information hat nat\u00fcrlich enge Grenzen, ist nicht skalierbar und f\u00fcr Big Data schon gar nicht zu gebrauchen. Allerdings ist er f\u00fcr den Einzelnen h\u00e4ufig wesentlich effizienter und kann auch das digitale Arbeiten strukturieren, indem technische Aspekte minimiert und inhaltliche maximiert werden. Die B\u00fcroklammer oder der Post-It am Bildschirm ist \u2013 im Zusammenspiel mit einigen Terrabyte an Information auf fernen Datenservern \u2013 als Zwischenl\u00f6sung vielleicht doch effizient.<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Solche Beispiele allt\u00e4glicher Arbeitsgestaltung lassen die Zwischenr\u00e4ume und Zwischenzeiten heutiger B\u00fcroarbeit deutlich werden. Arbeiten in hybriden Situationen zwischen privat und professionell, digital und analog ist sicherlich das, was wir in Zukunft in immer st\u00e4rkerem Ma\u00dfe tun werden. An verschiedenen Orten, sowie den Wegen zwischen diesen Orten pr\u00e4sent und produktiv sein zu k\u00f6nnen wird eine zentrale Herausforderung sein. Die r\u00e4umlichen Knotenpunkte dieses Arbeitsnetzes wie Schreibtisch, Konferenzraum, K\u00fcchentisch und Kaffeemaschine m\u00fcssen um entsprechende Vorr\u00e4ume erweitert werden, die Arbeit schon beim Ankommen und Aufbrechen erm\u00f6glichen und unterst\u00fctzen. Aus planerischer Sicht braucht es daf\u00fcr keine dogmatischen L\u00f6sungen, sondern vor allem Zwischenl\u00f6sungen.<\/span><\/p><p>\u00a0<\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Texte basierend auf der Publikation \u201cSmart Solutions\/B\u00fcro der Zukunft, Publikation zur paperworld, Internationale Frankfurter Messe, mit freundlicher Genehmigung der Messe Frankfurt Exhibition GmbH.<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Bild Nr. 1: mit freundlicher Genehmigung von Florian Lonicer<\/span><\/p><p><span class=\\\"_Default_small\\\">Bild Nr. 2: mit freundlicher Genehmigung der Messe Frankfurt Exhibition GmbH<\/span><\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 2,\r\n      \"col\": 1,\r\n      \"colspan\": 2,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 1,\r\n      \"relid\": 4\r\n    }\r\n  ]\r\n}","phonegrid":"{\r\n  \"colCount\": 1,\r\n  \"colGutter\": 1,\r\n  \"rowGutters\": [\r\n    5,\r\n    5,\r\n    5,\r\n    5,\r\n    5,\r\n    5\r\n  ],\r\n  \"frameMargin\": 5,\r\n  \"topFrameMargin\": 2,\r\n  \"bottomFrameMargin\": 5,\r\n  \"rowAttrs\": [\r\n    {},\r\n    {},\r\n    {},\r\n    {},\r\n    {},\r\n    {},\r\n    {}\r\n  ],\r\n  \"bgColor\": null,\r\n  \"cont\": [\r\n    {\r\n      \"type\": \"img\",\r\n      \"cont\": \"\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20000_PIO_gif_web.gif\",\r\n      \"align\": \"middle\",\r\n      \"row\": 0,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 1,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 537,\r\n      \"attid\": 1181,\r\n      \"sizes\": {\r\n        \"full\": \"\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20000_PIO_gif_web.gif\",\r\n        \"_1280\": \"\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20000_PIO_gif_web-1280x1280.gif\",\r\n        \"_1024\": \"\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20000_PIO_gif_web-1024x1024.gif\",\r\n        \"_768\": \"\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20000_PIO_gif_web-768x768.gif\",\r\n        \"_512\": \"\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20000_PIO_gif_web-512x512.gif\",\r\n        \"_265\": \"\/wp-content\/uploads\/2020\/11\/20000_PIO_gif_web-265x265.gif\"\r\n      },\r\n      \"w\": 1400,\r\n      \"h\": 1400,\r\n      \"ar\": 1,\r\n      \"alt\": \"\"\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"<p class=\\\"_Default\\\"><span class=\\\"_Default_medium\\\">Article<\/span> Zwischenzeit : Zwischenraum. B\u00fcroarbeit zwischen digital und analog.<\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">Author<\/span> Andr\u00e9 Schmidt und Joris Fach<\/p><p>\u00a0<\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">In <\/span>Office Pioneers. Ausblicke auf das B\u00fcro 2030. Visionen. Chancen. Herausforderungen.<\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">Edition\/Page <\/span>1. Edition, 2020, p. 50 - 53<\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">Publisher<\/span> Robert Nehring, Prima Vier Nehring Verlag GmbH, Berlin<\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">Layout <\/span>typegerecht berlin<\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">Print <\/span>Multiprint OOD<\/p><p><span class=\\\"_Default_medium\\\">Copyright<\/span> 2020, Prima Vier Nehring Verlag GmbH, Berlin<\/p>\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 1,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 1,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 6\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 2,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 1,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 7\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 3,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 1,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 8\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 4,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 1,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 704\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 5,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 1,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 705\r\n    },\r\n    {\r\n      \"type\": \"text\",\r\n      \"cont\": \"\",\r\n      \"align\": \"top\",\r\n      \"row\": 6,\r\n      \"col\": 0,\r\n      \"colspan\": 1,\r\n      \"offsetx\": 0,\r\n      \"offsety\": 0,\r\n      \"spaceabove\": 0,\r\n      \"spacebelow\": 0,\r\n      \"yvel\": 1,\r\n      \"push\": 0,\r\n      \"relid\": 706\r\n    }\r\n  ]\r\n}","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/mttr-architekten.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1061","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/mttr-architekten.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/mttr-architekten.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mttr-architekten.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mttr-architekten.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1061"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/mttr-architekten.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1061\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/mttr-architekten.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1060"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/mttr-architekten.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1061"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/mttr-architekten.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1061"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/mttr-architekten.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1061"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}